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Pressefahrt

Denkmalschutz ist nichts, das im luftleeren Raum geschieht. Denkmalschutz ist nicht immer bequem, und Denkmalschutz ist häufig schwer zu vermitteln. Auf viele Fragen zum Thema Denkmalschutz erhalten die Menschen erst dann eine Antwort, wenn die Medien sie aufgreifen. Warum haben Denkmalschützer z.B. Bauchschmerzen, wenn sich der Trend zur Rekonstruktion nach historischem Vorbild immer weiter durchsetzt? Welche Folgen hat eine gut gemeinte EU-Richtlinie zur Wasserqualität für Denkmale? Wie können wir denkmalgeschützte Gebäude erhalten und auf moderne Weise nutzen?

Um die Diskussion zu Fragen wie diesen anzuregen, bietet das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz jedes Jahr eine zweitägige Pressereise für interessierte Journalistinnen und Journalisten an. Sie steht immer unter einer anderen Überschrift und führt in verschiedene Gegenden der Republik.

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frühere Pressefahrten

Heilig Kreuz, Bottrop: Glaswand von Georg Meistermann @ Hartwig Dülberg, LWL-AfDW

St. Konrad, Marl-Hüls: Kolumbarium © Hartwig Dülberg, LWL-AfDW

10.05.2009

34. Pressefahrt am 19./20.05.2009: Weiter- und Nachnutzung von Kirchen

(in Zusammenarbeit mit dem LWL - Amt für Denkmalpflege in Westfalen)

Angesichts sinkender Gemeindemitgliederzahlen steigt der Veränderungsdruck auf die Kirchenbauten. Wer kümmert sich künftig um die Kirchen? Welche Rolle nehmen sie in der Gesellschaft, innerhalb des Stadtviertels oder des Dorfes ein? Brauchen Kirchen neue Aufgaben?

Mit der Pressefahrt sollen die diversen Problem- und Fragestellungen, die sich aus den gewandelten Gesellschaftsverhältnissen ergeben, angesprochen werden. Sie reichen von der traditionellen liturgischen Weiternutzung, über Um- und Nachnutzungen, bis zu Entweihungen und Abbruch. Sie betreffen mittelalterliche Kirchen in gleichem Maße wie Bauten der Moderne.

Im westfälischen Teil des Ruhrgebietes mit seinen Ballungszentren Dortmund und Gelsenkirchen kann das gesamte Spektrum der Weiter- und Nachnutzungen von Kirchen aufgezeigt werden. Die Reise führt nach Münster, Marl, Bochum, Gelsenkirchen, Bottrop und Dortmund. Anhand der ausgewählten Bauten wird deutlich, dass in beiden Konfessionen die Problemstellungen zwar ähnlich sind, die Antworten auf die neuen Herausforderungen in den Bistümern Münster, Paderborn, Essen sowie in der Evangelischen Landeskirche bisweilen jedoch unterschiedlich ausfallen.

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz lädt Journalisten herzlich zur Pressefahrt ein, um die Position der Denkmalpflege deutlich zu machen.

Pressemappe (PDF 3,4 MB)
Medienecho
Bildergalerie