Störer Icon

Studentenworkshop

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz bietet jährlich einen Workshop an, um Studierende der Kunstgeschichte und Architektur mit Aufgaben und Methoden von Denkmalschutz und Denkmalpflege vertraut zu machen. An einem prominenten Fallbeispiel erarbeiten die Studierenden konkrete Lösungsansätze für eine denkmaladäquate Nutzung.

Der Workshop findet jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt und wird von Vertretern des dort zuständigen Landesdenkmalamtes sowie einer Hochschule mit der Ausrichtung Denkmalpflege betreut.

Studierende richten ihre Anmeldungen schriftlich mit Lebenslauf und Motivationsschreiben an die Geschäftsstelle des DNK.

per E-mail bewerben
frühere Studentenworkshops

TOTAL-Werke in Apolda, 1938 (aus: Moderne Bauformen, Jg. 38, 1939, S. 561)

TOTAL-Werke in Apolda, 2009

02.09.2009

4. Studentenworkshop des DNK, 13.-19.09.2009 Total-Werke Apolda – Egon Eiermann

Das Wohn- und Fabrikgebäude des ehem. Feuerlöschgerätewerkes wurde 1938/39 nach Entwürfen des Berliner Architekten Egon Eiermann als Erweiterung des bestehenden Produktionsgebäudes im Auftrag der Totel-Werke Foerstner & Co. KG, die hier Feuerlöschgeräte produzierte, angebaut.

Der als viergeschossiger Stahlbeton-Skelettbau zu zehn Achsen mit Dachgarten und Treppenhausanbau errichtete so genannte „Eiermann-Bau“ übernimmt grundlegende Gestaltungselemente vom älteren Fabrikgebäude: Gebäudetiefe, Achsenbreite, Geschosshöhen. Die kontrastierende Fassadengestaltung mit hellem Stahlbeton-Skelett und roten Klinkerflächen entspricht der des Altbaues und zieht beide Teile zu einer Einheit zusammen.

Seit Jahren ist die Nutzung des Gebäudes offen: Das Gebäude steht leer. Der Verein der Freunde des Eiermann-Baus Apolda e.V. kümmert sich um den architekturgeschichtlich bedeutenden Bau und nutzt die Räume für temporäre Ausstellungen, Studentenprojekte, u.ä. In einer durch Schrumpfung stark betroffenen Region und Stadt stellt die Nutzung des Denkmals eine große Herausforderung dar.

Die Teilnehmer des Workshops sollten ein Konzept für die Erhaltung und Nutzung des bedeutenden Industriegebäudes in einer strukturschwachen Region unter Einbeziehung der vielschichtigen denkmalpflegerischen und städtebaulichen Fragestellungen erarbeiten. Dabei sind erstaunliche Ergebnisse zustande gekommen, die in Kürze publiziert und vor allem den Verantwortlichen vor Ort als weitere Handlungsgrundlage überlassen werden.

Der Workshop wurde in enger Zusammenarbeit mit der Bauhaus-Universität Weimar (Fakultät Architektur, Denkmalpflege und Baugeschichte), dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege, der Unteren Denkmalschutzbehörde und dem Freundeskreis Apolda durchgeführt. 

Flyer (PDF)
Medienecho

Präsentationen der Studierenden:
Kunsthistorische Betrachtung und Bewertung des Ensembles (3,5 MB)
Städtebauliche Einbindung (3 MB)
Nutzungskonzepte (1 MB)
Detaillösungen (4 MB)
Vermittlung (2 MB)